In den Medien


"Im Spiegel", von Schweizer Regisseur Matthias Affolter 

Filmreview auf film bulletin

Der Film und seine Macher tragen Sorge zu ihren Protagonist_innen und geben deren Bedürfnissen genügend Raum. Dies alles verdeutlicht sich in Momenten, in denen Tschannen beispielsweise liebevoll und routiniert zugleich mit den Fingern durch die langen Haare ihrer Kund_innen fährt - eine irritierend intime Geste. Schliesslich überführt sie uns, genau wie die Dame mit Koffer, der Vorurteile gegenüber Obdachlosen. Dabei sitzen vor Tschannens Spiegel Menschen, denen man die Obdachlosigkeit nicht ansieht. Wie etwa Aarold, der nach der Trennung von Frau und Sohn erst seinen Job, dann die Wohnung verlor und seither nicht mehr aus der Schuldenspirale herauskommt. Oder es sitzen Leute vor dem Spiegel, denen man die Obdachlosigkeit nicht ansehen würde, wenn sie nur gut frisiert und angezogen wären - so wie zum Beispiel Markus, der nach einem Haarschnitt ein bisschen wie Sean Penn aussieht.

Katja Zellweger, Filmkritikerin 

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"Im Spiegel" Filmpremiere 


Januar 2020

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